Cristel

13.06.2014 21:36

Frankreichs kulinarischer Nordosten

Im Nordosten der Franche-Comté nahe der Südgrenze zum Elsass liegt die knapp 2.300 Einwohner zählende Gemeinde Fesches-le-Châtel. Hier im Dreiländereck Frankreich-Deutschland-Schweiz wissen Feinschmecker nicht nur die Kulturlandschaften der Umgebung zu schätzen, sondern auch die Einflüsse der regional geprägten Küchen des Elsass, des Burgunds, Badens und der Romandie. Insofern liegt der Standort des renommierten Unternehmes Cristel für innovatives Kochgeschirr und Küchenaccessoires in einer der Hochburgen der westeuropäischen Kochkunst.
Denn Kochen ist zweifellos eine Kunst, und wer diese nicht professionell, aber mit Leidenschaft zu Hause betreibt, liebt sie als kreative und meditative Beschäftigung am heimischen Herd. Dabei nicht nur schöne, sondern auch bis ins letzte Detail durchdachte, "mitdenkende" Utensilien zur Hand zu haben, ist der Traum aller Profi- und Hobbyköche und -köchinnen aus Passion. Seit über 30 Jahren bietet die Firma Cristel mit ihren unterschiedlichen Kollektionen die perfekte Symbiose aus ästhetischer Optik und intelligenter Funktionalität, die sie zum führenden Hersteller von Kochgeschirr mit abnehmbaren Griffen und Henkeln gemacht hat. Die Produkte aus hochwertigem Edelstahl haben ihren Siegeszug durch die Küchen in aller Welt angetreten und bedeuten eine Anschaffung fürs Leben. Wir sind stolz, Cristel als neuen Hersteller im Kreise unserer zuverlässigen Lieferanten der Spitzenklasse vorstellen zu dürfen. 

Drei Jahrzehnte Cristel 

Seit 1983 gelingt es dem Unternehmen Cristel, Werte und Kompetenz so miteinander zu vereinen, dass eine weltweit einzigartige Marke entstehen konnte. Hightech und Style sind untrennbar miteinander verbunden. In diesen 30 Jahren behielt Cristel immer die Alltagsgegenstände im Blick - und betrachtete sie mit den Augen derer, die sie benutzen. Treue Cristel-Kunden sind ein eigener Menschenschlag, der die Vorliebe für Perfektion teilt: Gute Produkte sollen schön sein, schöne Produkte intelligent und intelligente Produkte Wertschätzung ausdrücken. Vor 30 Jahren führte Cristel formschönes Kochgeschirr in die elegante Welt des Tafelgeschirrs ein. Das Koch-und-Servier-Konzept der Firma eröffnete neue Wege für noch mehr kreatives, reines und überraschendes Design. Dafür wurde Cristel zum 30. Firmenjubiläum das Prädikat "Origine France Garantie" verliehen. 

Die bewegte und lesenswerte Geschichte des Unternehmens geht zurück bis in das frühe 19. Jahrhundert.

Historischer Rückblick -
es war einmal in Fesches-le-Châtel...

1826-1880 - die Eroberung des 19. Jahrhunderts

Alles begann 1806, als ein weitblickender Unternehmer inmitten eines großen Geländes eine Mühle baute. Der damals 56-jährige Frédéric Japy legte damit den Grundstein für ein Firmenimperium. Innerhalb weniger Jahre revolutionierte er mit modernster Technik die Herstellung von Uhren, erfand Maschinen und reichte Patente ein. 
Japy gelang der Sprung zum Industriellen, und seine Fabrik in Fesches-le-Châtel sollte sein Flaggschiff werden. Nach seinem Tod im Jahr 1812 übernahmen seine drei Söhne das Unternehmen und bauten neue Fabriken. Die Firma wuchs kontinuierlich weiter: 1849 stellten die Werkstätten der Gebrüder Japy in Fesches-le-Châtel den ersten gestanzten Kochtopf her. Japy wurde das zweitgrößte französische Unternehmen jener Ära. Die 1880er-Jahre gelten als goldenes Zeitalter der sich rasant vergrößernden Firma, die erfolgreich Schreibmaschinen, Kaffeemühlen, Gartenmöbel und vieles mehr produzierte.

1880-1983 - Schicksalhafter Wandel

Die beiden Weltkriege unterbrachen das Wachstum des Unternehmens. Nach dem Zweiten Weltkrieg bekam Japy ernstzunehmende Konkurrenz durch das Material Plastik. Das Zeitalter der Moderne nahm der Familie Japy alle Illusionen, zerstörte die familiäre Eintracht, und das Unternehmen wurde von den Banken übernommen. Die Welt hatte sich zu schnell verändert.
Zwischen 1970 und 1980 schloss ein Werk nach dem anderen. In Fesches-le-Châtel wurden 1981 die Pressen still gelegt. Zwei Jahre lang blieb die Fabrik geschlossen. Doch 1983 formierte sich eine Gruppe früherer Mitarbeiter, die die Türen wieder öffneten. Das war zwar nicht gesetzeskonform, doch die Arbeiter wollten den Niedergang nicht kampflos hinnehmen, denn sie glaubten an ihre Fabrik. Sie erhielten die Erlaubnis, als Kooperative den Betrieb wieder aufzunehmen, und der Erfolg gab ihnen recht. Alte Kunden wurden zurückgewonnen, und der Lärm der Maschinen weckte neue Hoffnungen bei den Menschen in dem kleinen Tal. 
Nun brauchte die Firma nur noch einen neuen Namen, um mit der Vergangenheit abzuschließen. Mit Cristel wurde ein perfekter Name gefunden, der bis heute einen reinen, klaren Klang besitzt. Trotzdem reichte die Courage der neuen Kooperative nicht aus, um langfristig zu bestehen. Das Werkzeug war veraltet, die Aufträge überstiegen die Produktionskapazitäten, und die finanzielle Grundlage war unzureichend. 

1984-87 Entscheidende Umwälzungen

Angesichts der Probleme, mit denen die Kooperative zu kämpfen hatte, engagierten die Manager vor Ort eine professionelle Beraterin für Management und Organisation. Bernadette Dodane hieß die Dame, die sich für eine Geldspritze, die Modernisierung und Rationalisierung einsetzte. Doch es fanden sich keine Investoren. Eine andere Option war, sich auf Innovation zu konzentrieren und das hervorragende Know-how der technischen Teams nutzbringend einzusetzen. Hier kam Bernadette Dodanes Ehemann Paul Dodane, Techniker bei Peugeot, ins Spiel. 
Mithilfe des engagierten Ehepaares fasste die gesamte Belegschaft wieder Mut. Die Mitarbeiter stellten selbst eine Finanzierung auf die Beine, indem sie Hypotheken auf ihre Häuser aufnahmen, und gründeten eine neue Firma, die von Bernadette Dodane geführt werden sollte. Es war nur ein Anfang, aber einer, der Hoffnung machte.

Die 1990er-Jahre - Die Wiedergeburt 

Die entscheidende Innovation, die Paul Dodane ersann, war das System Cook & Serve. Ende der 80er-Jahre war ein Kochtopf ein einfaches Küchenutensil. Es wurde nicht in Geschäften verkauft, die edles Porzellan und Kristall führten. Doch Cook & Serve eroberte sich seinen Platz in der Welt des Kochgeschirrs. Die abnehmbaren Griffe, die Dodane entwarf, überzeugten mit klarer Optik und sanfter Eleganz. Waren sie am Topf befestigt, wurden die ganze Reinheit ihres Designs sowie die Harmonie mit dem Material Edelstahl sichtbar. Cristel machte Töpfe tafelfein, und das neuzeitliche Kochgeschirr hielt nunmehr auch Einzug in den Markt des Tafelgeschirrs. 
Diese Idee war ausgezeichnet. Doch ein Geistesblitz allein entscheidet nicht über den Erfolg einer Marke. Cristel wurde vielmehr zum Inbegriff für Qualität - auch überall dort, wo professionell gekocht wurde. Die internationale Expansion war nicht mehr aufzuhalten. Große Fachgeschäfte und die führenden Pariser Edelkaufhäuser nahmen die neue Marke mit der beispiellosen Reputation in ihr Sortiment auf. 
Paul Dodane sorgte für eine sorgfältig aufgebaute Unternehmenspolitik, seine Gattin Bernadette wurde Cristels tüchtige Botschafterin beim Handel. Innerhalb eines Jahrzehnts entwickelte sich Cristel zum Marktführer in Frankreich und wuchs zudem weltweit. Besonders in Japan genoss Cristel große Popularität aufgrund der Kombination aus ergonomischen Formen und typisch französischem Stil. 
Das innovative Konzept, das Cook & Serve bekannt gemacht hatte, musste weitergeführt werden, um das Image der Marke zu untermauern. Anfang der 90er-Jahre kamen die ersten Induktionsherde auf den Markt. Paul Dodane nahm Kontakt zu Herstellern auf, die sich mit Edelstahl und Ceranfeldern beschäftigen. Ein Entwicklungsteam wurde gegründet, und 18 Monate später war die technische Lösung gefunden. Cristel agierte erneut bahnbrechend. 
Anfang der 90er kam Emmanuel Brugger zu Cristel, der Fabienne, die Tochter des Ehepaars Dodane, heiratete. Der Ingenieur machte sich um die Computerisierung der Produktionsprozesse und um die Modernisierung der Produktionsstätten verdient. Aber das war wieder nur der Anfang. 

Das 21. Jahrhundert - die Renaissance 

Das frühe neue Jahrtausend sollte den Erfolg Cristels endgültig krönen. Die Firma festigte ihre führende Position auf dem französischen Markt und expandierte in über 30 Ländern. In den bekanntesten Läden von Paris, Tokio, Moskau, New York, London und vielen anderen Metropolen wurden die Produkte angeboten. Berühmte französische Küchenchefs bekundeten ihre Affinität zu der Marke Cristel. 
Die erste Dekade brachte weitere Veränderungen im Unternehmen mit sich. 2006 übergaben Bernadette und Paul Dodane ihrem Schwiegersohn Emmanuel Brugger die Firmenleitung. Damien Dodane unterstützte ihn als Geschäftsführer und übernahm die Verantwortung für Marketing und internationale Entwicklung. Seine Schwester Myriam, Spezialistin für Wirtschaftsrecht in Metz, wurde ebenfalls mit eingebunden. Als Firmengründer spielt das Ehepaar Dodane nach wie vor eine aktive Rolle: Paul als Designer und Bernadatte wie immer als erfolgreiche Repräsentantin. 

Cristel heute -
die Zukunft im Blick und zuversichtliche Aussichten

Biete das Beste an - nach dieser Devise erreichte Cristel seine gegenwärtige Position. Denn das Unternehmen vertraute stets den eigenen Anforderungen. Der riesige rote Ziegelschornstein der früheren Fabrik erinnert an die lange Geschichte der Firma. 
Der Erfolg der Marke basiert auf dem Bekenntnis, die eigenen Werte hochzuhalten. Cristel wird für die Schönheit, Qualität und Intelligenz seiner Produkte geschätzt - außerdem für das gewisse Etwas seiner Designs sowie für die einmalige Firmengeschichte. Unternehmen werden fast alle von einer gewissen Individualität geprägt. Doch manche von ihnen besitzen sogar eine Seele.