Wissenswertes über PTFE

02.12.2019 08:42

Töpfe und Pfannen mit oder ohne Antihaftbeschichtung?

Kochgeschirr, in dem die Speisen anhaften oder am Boden kleben bleiben, sind für passionierte Köchinnen und Köche ein Ärgernis. Solche Vorgänge verschlechtern das Kochergebnis, verfälschen den Geschmack der Speisen und verhindern eine gute Sauce. 

Weltweit gehen täglich Menschen mit Töpfen und Pfannen um, die mit einer Antihaftbeschichtung ausgestattet sind. Das Material Polytetrafluorethylen (PTFE), ein Flurpolymer aus Fluor- und Kohlenstoffatomen, wird im allgemeinen Sprachgebrauch Teflon genannt. In den 1930er-Jahren wurde PTFE erstmalig hergestellt. Aufgrund der signifikanten Eigenschaften und der Antihaft-Oberfläche lassen sich mit Teflon beschichtete Töpfe und Pfannen ohne Komplikationen benutzen und punkten mit einer einfachen Reinigung. Es ist außerdem nur wenig Öl oder Butter notwendig, um in Kochgeschirr mit PTFE-Beschichtung zu braten und zu kochen. Darin bereiten Sie schonend kalorienarme Speisen zu.

Wie sicher ist PTFE-Kochgeschirr? 

Im vergangenen Jahrzehnt wurde die Sicherheit von Antihaft-Beschichtungen eingehend untersucht. Es gab nämlich gesundheitliche Bedenken (Leber- und Nierenerkrankungen) wegen einer Chemikalie, die früher bei der Produktion von Teflon-Pfannen und -Töpfen verwendet wurde: Perfluoroctansäure (PFOA). Heute kommt PFOA bei der Herstellung nicht mehr zum Einsatz. Seit 2013 sind alle Teflon-Produkte PFOA-frei und stellen keinerlei Risiko für die Gesundheit dar - vorausgesetzt, dass sie vorschriftsmäßig benutzt und nicht leer erhitzt oder überhitzt werden. Die Koch- oder Brattemperatur darf bei PTFE-Kochgeschirr 300° C nicht übersteigen. 

Tipps für den Erhalt der PTFE-Beschichtung 

Benutzen Sie keine scharfen Messer und keine Pfannenwender aus Metall, um Ihr Bratgut aus einer Teflon-Pfanne oder einem beschichteten Schmortopf zu befördern. Pfleglich gehen Sie mit Ihren PTFE-Produkten um, indem Sie Pfannenwender aus Silikon oder am besten einen Spatel aus Holz verwenden. 

Eine Bratpfanne sollte niemals leer vorgeheizt oder überhitzt werden, damit die PTFE-Beschichtung geschont wird und erhalten bleibt. Es reicht ein Tee- bzw. Esslöffel Fett wie Öl oder Butter. Allerdings erträgt kein Bratfett mehr als 260°C, und Butter brennt bereits bei 180°C. Außerdem sollte eine heiße, beschichtete Pfanne nach der Entnahme des Bratgutes mit warmem anstatt mit kaltem Wasser ausgespült werden. 

Die beste Alternative für scharfes Anbraten 

Falls Sie die herzhaften Aromen von knallheiß angebratenem Fleisch nicht missen möchten, empfehlen sich Pfannen ohne Beschichtung für das Gelingen von kurzgebratenen Köstlichkeiten. Sie erhalten eine knusprige, appetitlich braune Kruste bei Steaks und Frikadellen, wenn Sie diese in einer Eisenpfanne oder Edelstahlpfanne zubereiten. Auch eine NICHT verzinnte Kupferpfanne führt zu dem erwünschten Ergebnis. Ist die Pfanne innen unverzinnt, können Sie darin auch Saures wie mariniertes Fischfilet braten. Gulasch oder Rouladen braten Sie ebenfalls in einer unbeschichteten Pfanne auf hoher Temperatur an. Eisenpfannen erhalten mit der Zeit eine Patina, die den Wohlgeschmack von kurz Angebratenem "à la minute" erhöht.