Wissenswertes über Thermobuche

29.11.2019 13:55

Hackklotz, Schneidebrett und Steakbrett aus Thermobuche 

Schneiden, Schnippeln und Zerlegen gelingt in der privaten wie in der Profi-Küche am besten auf einer hochwertigen Unterlage aus Holz. Für große Fleischbrocken mit Knochen, Geflügel, ganze Fische und hartes Gemüse haben sich unsere Schneidebretter aus Thermoholz mit und ohne Tischkante bewährt.

Heimische Laubhölzer wie die Buche erhalten aufgrund des Verfahrens der thermischen Modifikation eine erhöhte Langlebigkeit und eine intensivere Farbgebung. Durch das Erhitzen des Holzes auf mindestens 160 °C bei einem Minimum von Sauerstoff entsteht Thermoholz (engl.: Thermally Modified Timber = TMT). Dieses zeichnet sich dank seiner verringerten Wasseraufnahmefähigkeit durch eine hohe Resistenz gegen Fäulnis aus. 

Mehrere Jahrzehnte brauchte die Forschung, ehe in Finnland kurz vor dem Millennium die Produktion von Thermoholzbegann. Der Einsatz von Tropenhölzern im Außen- und Innenbereich konnte seitdem stark reduziert werden. 

Um dem Reißen des Holzes aufgrund schneller und massiver Temperaturschwankungen vorzubeugen, verläuft die gebräuchliche thermische Modifikation schonend in fünf Phasen: 

1) Ersterwärmung (auf 100 °C)
2) Vorkonditionierung sowie kontrollierte Reduktion der Holzfeuchte auf null Prozent
3) Erhitzung auf bis zu 230 °C (richtet sich nach Holzart und Veredelungsklasse) 
4) Wiederherstellung des optimalen Feuchtigkeitswertes (Konditionierungsphase) 
5) Abkühlung: Der vollautomatisierte Prozess gewährleistet eine konstante Qualität. 

Es wird an weiteren Formen der Thermomodifikation gearbeitet, denn die Nachfrage nach unverwüstlichem Thermoholz steigt stetig. 

TMT aus Buche 

Langlebigkeit, Widerstandsfähigkeit und eine ansprechende Optik: Mit diesen Vorzügen punktet das Material Thermobuche in tiefem Dunkelbraun als Tropenholzersatz. Ambitionierte Köchinnen und Köche schwören auf schnittfestes antibakteriellesHolz als Unterlage bei der Vorbereitung ihrer Speisen. 

Thermisch behandeltes Buchenholz steht tropischen Hölzern qualitativ in nichts nach und verfügt über diverse vorbildliche Eigenschaften. Das Material stammt aus heimischen Laubwäldern, die nachwachsend bewirtschaftet werden. Die Herstellung von Thermobuche erfolgt ohne Einsatz von chemischen Holzschutzmitteln. Produkte aus Thermobuche der Haltbarkeitsklasse eins entsprechen in ihrer Robustheit und Stabilität der Qualität von Teakholz und sind resistent gegenüber Bakterien und Pilzbefall. 

Im Gegensatz zu unbehandelten Hölzern weist Thermobuche ein um 70 Prozent geringeres Quell- und Schwindverhalten auf. In puncto Ausgleichsfeuchte und Wasseraufnahme erzielt Thermobuche ebenfalls herausragende Ergebnisse und lässt sich außerdem wie unbehandeltes Holz entsorgen. Es ist pflegeleicht und behält bei regelmäßiger Behandlung mit Öl seinen sanften Glanz. 

Mit einem Hackblock für die Außenküche oder Schneide- und Steakbretter aus Thermobuche schaffen Sie sich besonders haltbare Produkte aus Holz an. Das Material wird Sie im praktischen Gebrauch davon überzeugen, die richtige Wahl getroffen zu haben. Thermobuche ist leicht zu reinigen und sollte nach dem Säubern an der Luft trocknen und aufbewahrt werden. In den Geschirrspüler sollten Sie Gegenstände aus diesem ausdrucksvollen Holz lieber nicht stecken.